Dax-Hoch: Aktien kann man trotzdem kaufen - Kolumne

Die Indexfonds, die wir gefunden haben, kosten jährlich für die Verwaltung nur rund 0,2 Prozent des Geldes, das sie investiert haben. Die Nebenkosten, die am Kauf hängen, sind ebenfalls niedrig. Zum Vergleich: Das aktuell viel beworbene Anlageprogramm "Reich mit Geiss" des Fernseh-Millionärs Robert Geiss verlangt für die Verwaltung jedes Jahr das Zigfache. Allein der Dividendenfonds im Programm von Herrn Geiss will für die Verwaltung jährlich mehr als zwei Prozent und dann auch noch eine Erfolgsgebühr, die in Deutschland nicht mehr zulässig ist. Der Fonds ist in Luxemburg aufgelegt.

Der Kleinanleger verliert immer.

Eines sollte doch jedem bewusst sein. Es gibt kein ewiges Wachstum und Aktien können deshalb nicht ewig steigen. Aktien "leben" von Gewinnmitnahmen und der Umverteilung von Kapital. Gewinne auf der einen Seite. Verluste auf der anderen Seite. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der Einstieg an Höhepunkten keinen Sinn macht und speziell der Kleinanleger damit gar nicht umgehen kann. Denn der Kleinanleger ist ungeduldig, hofft darauf, dass er die Welle weiterreiten kann und ist dann nicht in der Lage seine Verluste über einen sehr langen Zeitraum auszusitzen. Denn wenn z.B. der DAX wieder einen sehr deutlichen Rücksetzer macht - was nach meiner Einschätzung definitiv passieren wird und muss - dann muss man davon ausgehen, dass man seinen Einstieg nicht in den nächsten Wochen oder Monaten wieder erreichen wird, sondern in den nächsten 1-2 Jahren. Oder schlimmer. Viele steigen dadurch frühzeitig enttäuscht aus und spielen damit den "Anderen" das Geld in die Tasche. Die "Großen" fischen gezielt ab. Panikverkäufe lösen SL aus und die "Großen" steigen wieder tiefer ein und das Spiel beginnt von Vorne. Der Markt ist aus meiner Sicht von vorne bis hinten manipuliert. Der Kleinanleger verliert immer. Im Beispiel des DAX muss man sich die Historie anschauen. Der Höchststand ist für mich als Anleger ein Alarmsignal. Man kann solche Tatsachen an Werten wie Apple beobachten. Apple lief bis 2012 auf seinen Höchsstand. Nach der soliden Produktpräsentation Ende 2012 ohne Innovationen ging der Wert über Monate deutlich runter. Frühe Anleger nehmen ihre großene Gewinne, um dieser zu einem späteren Zeitpunkt zu reinvestieren. Das verunsichert andere Anleger, denn Apple hatte doch keine schlechten Nachrichten? Es gibt Anleger, die ihre Verluste begrenzen, aber die meisten schauen wie das Reh ins Scheinwerferlicht und hoffen auf Besserung. Wer in Hebelprodukte investiert hat, blutet und verliert am Ende alles. Die Apple-Korrektur bis Mitte 2013 ging auf den Stand Ende 2011 runter. Danach Erholung über 2 Jahre und nun wieder ein "sensationeller" Höchststand. Und wieder beginnt das gleiche Spiel. Diejenigen, die nach der Korrektur eingestiegen sind, werden sich wieder die Gewinne sichern. Nur durch das ewige Auf- und Ab kann das funktionieren. Es ist wie in der Lotterie. Viele versuchen ihr Glück, nur wenige gewinnen.
Score: 15%